Die E-Rechnung kommt! Unser FAQ klärt alle offenen Fragen. Hier klicken.

Deepfake-Anrufe: So schützen sich Unternehmen und Privatpersonen

Die 10 besten Tipps gegen Deepfake-Anrufe

Dank technologischem Fortschritt nehmen Deepfakes neue Dimensionen an. Damit Sie nicht in gutgemachte Fallen tappen, haben wir bei LWsystems zehn Maßnahmen zusammengestellt, die jeder kennen sollte.

© Premium via stock.adobe.com

Eine vermeintlich gut bekannte und vertraute menschliche Stimme am Telefon, eine dringende Bitte: Und schon veranlassen Sie (oder Mitarbeitende) eine Zahlung, die nie hätte erfolgen dürfen, oder geben sensible Daten preis. Viele können sich immer noch nicht vorstellen, dass ihnen solch eine vermeintliche Unachtsamkeit passieren könnte. Dabei häufen sich die Opfer von Deepfake-Anrufen in Unternehmen und privaten Haushalten.

Mit Hilfe von Deepfake-Technologie imitieren Angreifer heute täuschend echt die Stimmen von Vorgesetzten, Kollegen, Geschäftspartnern oder Verwandten. 2025 hat die Anzahl dieser Voice Deepfakes laut internationalen Sicherheitsberichten deutlich zugenommen. Tendenz steigend!

Was die Angriffe besonders tückisch macht: Sie wirken authentisch. Denn Deepfakes klingen mittlerweile nicht nur täuschend echt, sie manipulieren die menschliche Psyche und treffen Unternehmen dort, wo alte Gewohnheiten zum Risiko werden – bei informellen Absprachen, schnellen Zurufen oder ungeprüften Einzelentscheidungen.

Doch auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, können Unternehmen und Privatpersonen vorbeugen. Der wichtigste Hebel kombiniert klare Regeln, gesunde Skepsis und einen kritischen Blick auf die eigenen Abläufe.

Wir bei LWsystems haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, die Sie davor schützen, auf Deepfake-Anrufe hereinzufallen:

1. Immer zurückrufen, anstatt direkt zu reagieren

Ungewöhnliche Anfragen sollten Sie niemals direkt umsetzen. Atmen Sie einmal tief durch, anstatt zu reagieren. Und sagen Sie dem Anrufenden dann, dass Sie sich zurückmelden – über die Ihnen bekannte Nummer! Die Nummer auf dem Display könnte gefälscht sein.

2. Codewort-System bei Freigaben einführen

Ein monatlich wechselndes Codewort, das nur relevante Personen kennen und das bei jeder Zahlungsanweisung fallen muss, verhindert spontane Täuschung. Ohne Code gibt es keine Freigabe!

3. Achten Sie auf Unstimmigkeiten in der Stimme

Unnatürliche Pausen, sterile Akustik, monotone Sprache oder seltsame Betonungen – Deepfakes verraten sich manchmal durch kleine technische Schwächen. Falls Sie stutzig werden, vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.

4. Persönliche Wissensfragen stellen

Fragen Sie nach Details, die nur die echte Person auf der anderen Seite der Leitung wissen kann. Diese sollten aber nicht öffentlich zugänglich sein oder in den Sozialen Medien stehen, damit sie niemand recherchieren kann.
Zum Beispiel:

  • Worüber haben wir beim letzten Mittagessen gesprochen?
  • Wie hieß nochmal der Projektname, den wir letzte Woche diskutiert haben?
  • Was war das letzte Geschenk, das du mir gegeben hast?

5. Losungswörter für sensible Gespräche nutzen

Wer häufig sensible Kontakte hat, der sollte mit diesen ein Losungswort vereinbaren, etwa zwischen Assistenz und Geschäftsführung. Die angerufene Person baut das Wort aktiv ins Gespräch ein: als Beispiel könnte es „Messestand“ sein. Die Geschäftsleitung muss dann mit einem vereinbarten Gegenwort wie „Branchenführer“ antworten. Gibt es kein Losungswort-Ping-Pong, gilt: das Gespräch sofort beenden und in der IT Bescheid geben.

6. Freigaben immer mit Vier-Augen-Prinzip

Treffen Sie kritische Entscheidungen wie Zahlungen, Datenzugriffe, Passwort-Resets nie allein auf Basis eines Anrufs. Lassen Sie sich diese stattdessen von einer weiteren Person bestätigen.

7. Kontoänderungen nie telefonisch akzeptieren

Eine häufige Betrugsmasche: Angebliche Lieferanten oder Geschäftspartner melden per Telefon neue Bankdaten. Doch genau hier setzen Kriminelle an. Die Lösung: Solche Änderungen immer über einen zweiten, unabhängigen Kanal überprüfen, zum Beispiel per Video-Call mit eingeschalteter Kamera, bei einem persönlichen Treffen oder über eine bereits bekannte Telefonnummer.

8. Interaktion bei Video-Calls fordern

Deepfake-Videos können bereits live laufen, haben aber noch Schwächen bei spontaner Interaktion. Fordern Sie deshalb spontane Gesten oder kleine Aufgaben im Video-Call ein, um die Echtheit zu prüfen.

9. Awareness im Alltag verankern

Machen Sie das Thema zur Routine, ohne Panik zu erzeugen! Regelmäßige Mini-Reminder im Team halten das Thema präsent. Dafür eignen sich aktuelle Fallbeispiele aus den Medien oder kleine Check-Fragen.

10. Notfallplan bereithalten

Und wenn doch etwas passiert? Trotz aller Vorsicht machen Menschen Fehler. Legen Sie für den Ernstfall fest:

  • Wer wird sofort informiert? (IT-Leitung, Geschäftsführung, ggf. Datenschutzbeauftragter)
  • Welche Sofortmaßnahmen greifen? (Zahlungen stoppen, Passwörter ändern, Bank informieren)
  • Wer dokumentiert den Vorfall? (wichtig für Strafanzeige und ggf. Versicherung)

Endlich unabhängig werden

WEITERE NACHRICHTEN

  • 04 02/2026
    Deepfake-Anrufe: So schützen sich Unternehmen und Privatpersonen

    Deepfake-Anrufe nehmen zu! Die Experten von LWsystems haben 10 praktische Tipps zusammengestellt, damit Sie kein Opfer werden. Jetzt informieren!...

    Weiterlesen
  • 14 01/2026
    Neue EU-Vorgaben für IT-Teams – das sollten Sie tun

    Cyber Resilience Act, NIS2 & Co.: Diese EU-Regeln gelten ab 2026 und so bereiten sich IT-Teams jetzt sinnvoll darauf vor. Mit Checkliste!...

    Weiterlesen
  • 03 12/2025
    Warum Hacker Weihnachten lieben – und wie Sie Ihre Systeme schützen

    Wie Open Source hilft, Schwachstellen in der Software-Lieferkette zu erkennen, Sicherheit nachvollziehbar macht – und worauf Sie achten sollten....

    Weiterlesen
  • 05 11/2025
    So hat mir KI geholfen: Mitarbeiter verraten ihre Lifehacks

    Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Datenverlust, fehlgeschlagenen Backups und Betriebsausfall: Mit diesen Learnings aus großen IT-Fehlern....

    Weiterlesen
  • 01 10/2025
    Digitaler Quick-Check für Unternehmen

    Wie souverän ist Ihre IT? Der Selbst-Check von LWsystems hilft Unternehmen, Risiken zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen....

    Weiterlesen
  • 03 09/2025
    Ganz einfach: In 3 Schritten von Exchange Server zu Zimbra wechseln

    Der Microsoft Exchange Server Support endet: Stellen Sie Ihr Unternehmen sicher und schnell auf die Open Core Groupware-Lösung Zimbra um – ohne Dat...

    Weiterlesen
  • 06 08/2025
    Open Source in der Software Supply Chain: Risiko oder Rückgrat?

    Wie Open Source hilft, Schwachstellen in der Software-Lieferkette zu erkennen, Sicherheit nachvollziehbar macht – und worauf Sie achten sollten....

    Weiterlesen
  • 02 07/2025
    Diese Alternativen ersetzen Google, Microsoft und Co.

    Open-Source statt US-Dienste: Wie Unternehmen Big Player ersetzen und digitale Souveränität zurückgewinnen können....

    Weiterlesen
  • 04 06/2025
    Shared Responsibility in der Cloud

    Was Unternehmen in der Cloud selbst absichern müssen, wie das gelingt und warum Sie vor allem auf Backups der Daten in der Cloud achten sollten....

    Weiterlesen
  • 28 05/2025
    Warum Microsofts EU-Investitionen die digitale Souveränität gefährden

    Die Investitionen schränken die digitale Souveränität ein und erhöhen die Abhängigkeit Microsoft. So können Sie vorbeugen......

    Weiterlesen

NEWSLETTER

Melden Sie sich für unseren informativen Newsletter an.
Jeden 1. Donnerstag im Monat informieren wir Sie über spannende Themen aus der IT-Welt.