Von Experten empfohlen
In deutschen Unternehmen hat der Einsatz von Open Source-Software einen neuen Höchststand erreicht: Aktuell nutzen fast drei Viertel der Firmen hierzulande entsprechende Lösungen. Das ist, laut dem Bitkom Open Source-Monitor aus September 2025, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023. Wir bei LWsystems gehen noch einen Schritt weiter: Wir nutzen Open Source-Anwendungen nicht nur im Job, sondern auch privat, um souverän mit Daten zu arbeiten – und das können Sie auch. Diese Open Source Tools empfehlen wir Ihnen für jeden Tag:

Joplin: Notizen, die Ihnen gehören
Notiz-Apps gibt es viele, aber die meisten haben einen Haken: Sie binden Nutzer an proprietäre Formate, die Cloudinfrastruktur der Anbieter oder gar kostenpflichtige Abos – und wer irgendwann wechseln möchte, kämpft um seine eigenen Daten. Evernote ist dafür ein bekanntes Beispiel.
Joplin funktioniert anders: Die Open Source App speichert Notizen lokal auf dem eigenen Gerät, unterstützt das äußerst nützliche Markdown-Format und lässt sich optional mit Nextcloud oder anderen Cloud-Speichern einfach per WebDAV synchronisieren.
Die Daten bleiben dabei jederzeit zugänglich und unter eigener Kontrolle – sowie beliebig exportierbar, ohne Vendor-Lock-in und ohne Überraschungen bei der nächsten Preiserhöhung. Denn Joplin ist kostenlos. Sie erhalten die Anwendung als Desktop-Version für Windows, macOS und Linux sowie als mobile App für iOS und Android über die offizielle Website. Der Quellcode liegt auf GitHub.
MarkText: Schreiben im Markdown-Format, ohne Aufwand
Wer regelmäßig mit KI-Chatbots arbeitet oder Chat-Systeme wie Zulip nutzt, begegnet Markdown früher oder später: die zwei Sternchen vor einem Wort, der Bindestrich am Zeilenanfang. Dabei ist Markdown deutlich mächtiger als es auf den ersten Blick wirkt.
Es ist eine simple Syntax, mit der sich Texte sauber formatieren lassen, ohne proprietäre Dateiformate. MarkText ist ein Open Source-Editor, der genau dafür gemacht wurde. Er rendert Markdown direkt, kein separates Vorschaufenster, kein Umschalten zwischen Quelltext und Ergebnis. Die Oberfläche hält sich zurück und lässt den Text in den Vordergrund.
MarkText läuft auf Windows, macOS und Linux, ist kostenlos und steht als Open Source-Projekt auf GitHub Download bereit. Bei uns hat das Tool deswegen einen festen Platz im Repertoire.
Organic Maps: Navigation ohne Tracking
Google Maps ist komfortabel, allerdings sammelt der Dienst kontinuierlich Standortdaten, Bewegungsprofile und Routenpräferenzen. Deswegen setzen wir von LWsytems die Open Source-Lösung Organic Maps.
Die App ist ein Fork der früheren Maps.me-App und konsequent auf Offline-Nutzung ausgelegt: Karten werden vorab heruntergeladen, die Navigation funktioniert anschließend ohne Mobilfunkverbindung. Als Datenbasis dient OpenStreetMap, die bei Wander- und Radwegen häufig detaillierter ist als kommerzielle Kartendienste. Tracking und Werbung gibt es nicht, was sich auch beim Akkuverbrauch positiv bemerkbar macht. Organic Maps ist kostenlos und wird von einer aktiven Community weiterentwickelt. Sie bekommen die App in den App Stores sowie im F-Droid Store (der Open-Source-App-Store für Android) und über die offizielle Website.
Eine Einschränkung sollten Sie allerdings kennen: Die App liefert keine Echtzeit-Verkehrsdaten. Wer beispielsweise beim täglichen Pendeln auf Stauumfahrungen angewiesen ist, findet mit der App Magic Earth einen guten Kompromiss. Magic Earth ist zwar nicht Open Source, sondern proprietär, laut Anbieter aber trackingfrei. Zudem bietet sie 3D-Ansicht und ebenfalls Offline-Karten. Die App ist in den App Stores sowie auf der offiziellen Website erhältlich.

