Steht bei Ihnen der Urlaub vor der Tür? Bei uns auch. Deswegen gibt es diesmal etwas Leichtes: Drei kompakte Tipps, die Sie einfach zwischendurch lesen können. Schließlich lässt es sich viel besser entspannen, wenn man sich keine Sorgen um die digitale Sicherheit auf Reisen machen muss …

- 1. Die alte FRITZ!Box als Reiserouter nutzen
Wer im Urlaub abends die Lieblingsserie streamen möchte, kennt das: Netflix, die ARD-Mediathek und andere Dienste verweigern den Zugriff, sobald man sich außerhalb Deutschlands befindet. Eine sichere Lösung, die weder ein VPN-Abo noch die manuelle Konfiguration jedes einzelnen Geräts erfordert, ist eine ausgemusterte FRITZ!Box als Reiserouter.
Eine gebrauchte Fritzbox 4040 ist bereits ab etwa 30 Euro zu haben. Sie versorgt alle Geräte im Urlaubsquartier gleichzeitig per WLAN mit einer verschlüsselten WireGuard-VPN-Verbindung zum Heimrouter. Für Streaming-Dienste sieht es dann so aus, als würden Sie von zu Hause aus surfen. - 2. Bestimmte Tresore bei 1Password ausblenden
Wer 1Password nutzt, kann vor einer Reise den Travel Mode aktivieren. Dabei werden ausgewählte Tresore vollständig vom Gerät entfernt und sind bis zur Reaktivierung nach der Reise weder sichtbar noch zugänglich. Das kann insbesondere bei Reisen in Länder relevant sein, in denen Behörden Geräte durchsuchen und Zugangsdaten verlangen dürfen. Wichtig: Auch diese Lösung bietet keinen Schutz gegen die Aufforderung, den Modus selbst wieder abzuschalten. Die Nötigung zur Passworteingabe bleibt ein separates, ungelöstes Risiko. - 3. Öffentliche USB-Ladestationen meiden
Der Akku ist fast leer, und am Flughafen wartet eine praktische USB-Ladestation. Was viele nicht wissen: Diese öffentlichen USB-Anschlüsse oder -kabel können so präpariert sein, dass beim Laden nicht nur Strom, sondern auch Daten übertragen werden. Der Angriff ist unter dem Namen „Juice Jacking“ bekannt. Zwar sind die Smartphones mittlerweile so gebaut, dass sie nicht mehr automatisch Daten synchronisieren, sobald man ein USB-Ladekabel anschließt, sondern erst den Nutzer fragen.
Wer aber auf Nummer sicher gehen will, sollte öffentliche USB-Anschlüsse meiden und stattdessen über eine reguläre Steckdose mit eigenem Netzteil und Kabel laden oder eine Powerbank als Puffer nutzen. Alternativ können Sie sich auch ein sogenanntes „USB-Kondom“ kaufen. Der kleine Adapter blockiert eine Datenleitung und lässt nur Strom durch.
Extra-Tipp für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen: Bei GrapheneOS ist das USB-Kondom bereits eingebaut. Das gehärtete Betriebssystem lässt sich so konfigurieren, dass der USB-Anschluss ohne Zusatzadapter im gesperrten Zustand ausschließlich lädt und jegliche Datenübertragung auf Hardware-Ebene unterbindet. Mehr Infos finden Sie auf unserer Website.

